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Limabohnen

Die Limabohne (Phaseolus lunatus) ist genetisch mit der wilden Form der grünen Gartenbohne aus dem Amazonasgebiet verwandt.

Herkunft und Anbau der Limabohnen

Nach spanischen Berichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert bauten die Inkas drei Bohnensorten an: als Spielbohnen dekorativ gemusterte Limabohnen, zum Verzehr eine als Mondbohne bezeichnete Art von Phaseolus lunatus sowie die sogenannte “grüne Bohne”.

Wahrscheinlich gelangte die Limabohne über Peru durch Sklavenhändler zuerst nach Guinea und dann in viele tropische und subtropische Gegenden der Welt.

Die Limabohne bevorzugt wärmere Gebiete, so dass ihre Samen nur dort in Mitteleuropa vollends zur Reifung und damit zur Verwendung als Trockenbohnen gelangen kann, wo mindestens Weinbauklima herrscht. Daher stammen eingedoste Limabohnen häufig aus Italien, Südfrankreich, Indien oder Afrika.

Als Grünpflückbohnen sind Limabohnen im heimischen Garten jedoch durchaus kultivierbar.

Der Nährstoffgehalt der Limabohne entspricht in etwa dem der grünen Bohne.

Erscheinungsbild der Limabohnen

Jene Limabohnensorten, die farbige Samen produzieren, haben einen hohen Blausäuregehalt und sind daher giftig, was durch Kochen und Wegschütten des Kochwassers gemildert wird. Limabohnen mit weißer Samenschale („Weiße Bohnen“) sind dagegen ungiftig.

Die Limabohne kommt als ein- oder mehrjährige Variante, als Stangen- oder Buschbohne daher. Als Stangenbohne kann sie Wuchshöhen bis zu 3 m erreichen, die Buschbohnenform wird etwa 35-45 cm hoch.

Die Pflanze ist von mittelgrüner bis blaugrüner Farbe mit lanzettenähnlichen Blättern. Die Limabohnenblüten sind grünlich-weiß und hängen in kleinen Trauben, aus der sich jedoch verhältnismäßig wenige Früchte entwickeln. Die Hülsen der Limabohne sind 8-18 cm lang, abgeflacht und sichelförmig mit 1-4 großen, ovalen Samen. Damit ist die Limabohne weniger ertragreich als die grüne Gartenbohne.

Verwendung der Limabohnen

Die Limabohne im Handel ist der unreife Samen der Pflanze. Limabohnen sind sehr eisenhaltig und dank einer anderen Proteinstruktur besser verdaulich als die gewöhnliche grüne Gartenbohne. Beim Garen der Limabohne wird ihr giftiges Blausäureglykosid „Linamarin“ zerstört, allerdings sollte das Garwasser nicht weiterverwendet werden.

Limabohnen (der Samen) sind sehr mild im Geschmack und mehlig bis festkochend in der Konsistenz. Sie werden gern für Salate oder als Fleischbeilage verwendet.

Zu den Rezepten mit Limabohnen.