Kidneybohnen - Rote Bohnen
Unter dem Begriff “Rote Bohnen” sind Kidneybohnen vor allem als “Chili con Carne-Bohne” bekannt.
Herkunft der Kidneybohnen
Die Kidneybohne ist eine Unterart der gewöhnlichen grünen Gartenbohnen aus Peru. Auf Handelswegen breitete sie sich in ganz Süd- und Mittelamerika aus. Wie alle anderen Bohnenarten erreichte auch die Kidneybohne Europa – und später Afrika und Asien – durch die spanischen und portugiesischen Kolonialisten.
Erscheinungsbild der Kidneybohnen
Kidneybohnen sind ausgeprägt nierenförmig und besitzen eine dunkelrote bis violette Schale. Aufgrund ihrer Färbung wird die Kidneybohne auch häufig als „Rote Bohne“ bezeichnet – ein Name, der grundsätzlich für alle Bohnenarten mit rötlicher Schale vergeben werden kann. Während im Deutschen die Bezeichnung „Kidneybohne“ nur für die eben beschriebene Bohnenart verwendet wird, kann im Englischen jede nierenförmige Bohne, egal welcher Farbe, als „kidney bean“ bezeichnet werden.
Verwendung der Kidneybohnen
Rohe Kidneybohnen enthalten eine sehr hohe Konzentration an Phytohämagglutinin, einem Protein, dass die Trennung roter und weißer Blutzellen beschleunigt und damit den menschlichen Stoffwechsel mit teilweise fatalen Folgen durcheinander bringen kann. Rohe weiße Bohnen enthalten etwa ein Drittel weniger Phytohämagglutinin. Durch das Kochen der Bohnen wird der Gehalt an Phytohämagglutinin um etwa das Hundertfache herabgesetzt und die Bohnen somit genießbar.
Die Kidneybohne (der Samen) zeichnet sich durch einen leicht süßlichen Geschmack aus, der besonders in scharfen Gerichten zur Verfeinerung geschätzt wird. So ist sie im beliebten Fleischeintopf „Chili con carne“ eine unverzichtbare Zutat. Da sie auch nach dem Kochen noch schön knackig bleibt, eignet sie sich ebenfalls sehr gut für andere Eintöpfe oder Salate.
Ihre dunkelrote Farbe und ihre Vielseitigkeit macht sie zu einer der beliebtesten Bohnensorten für exotische Gerichte.








